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Jobwechsel – Wenn die Work-Life Balance nicht mehr stimmt.

Hält das Leben den richtigen täglichen Job für uns parat? Einen Job, den wir unser ganzes Leben machen. Diese Frage muss sich jeder selber stellen. In den meissten Fällen heisst es aber sicherlich: „Ich mache meinen Job, um Geld nach Hause zu bringen“. Und wie sieht es dann nach einigen Jahren aus. Wie müde oder krank ist der Mensch, wenn er etwas tut, das ihn nicht erfüllt?

In vielen Jobs werden unnötige Überstunden erbracht oder Überstunden, weil keine Mitarbeiter seitens des Arbeitgeber eingestellt werden. Es herrscht Unzufriedenheit, weil einem die Tätigkeit nicht schmeckt oder die kollegiale Zusammenarbeit Brüche aufweist. Der Vorgesetzte macht einem das Leben schwer, weil immer mehr von einem als Angestellter oder Arbeiter verlangt wird. Die Ziele und Kennzahlen werden immer höher gesteckt. Das Managment verfolgt Unternehmensziele, um den Ausschüttungen gerecht zu werden, der Angestellte aber nur den Kopf schüttelt, weil Arbeitskraft fehlt. Ein Fünftel oder mehr der täglichen Arbeitszeit ist der Arbeitsweg. Da kommt durchweg Unmut auf, der langfristig krank macht.

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Die Maxime zum Job seitens der Arbeitgeber muss aber sein: Nur ein glücklich und zufriedener Mitarbeiter ist ein guter Mitarbeiter. Wie bekommt eine Firma dies aber hin?
Das Gehalt alleine macht es nicht aus, denn Geld ist nur ein Gegenwert für das was der Mitarbeiter an Leistung einbringt oder einbringen kann.
Ein Personaler oder Vorgesetzter muss das richtige Team mit den passenden Mitarbeitern besetzen, damit die Perfomance stimmt. Das ist die Kunst und zugegeben die gelingt eben nicht immer jeder Führungskraft. Es braucht teambildende Maßnahmen auch während des Geschäftsbetriebes. Gemeinschaftssport aber auch Maßnahmen damit ein Team Arbeitsspitzen bestens meistert. Dazu gehört eben auch einen Pausenraum liebvoll zu gestalten. Menschen sollen sich am Arbeitsplatz wohlfühlen. Bei einer Zusammenarbeit im Team gilt richtig untereinander zu kommunizieren. Denn wenn das Team oder die Kollegen aneinander vorbeireden, dann ist das Team von Ziel der Arbeitsaufgabe weit entfernt. Zudem verlaufne Arbeitsprozesse schleppend, die Lust der Mitarbeiter an der Erreichung der Unternehemensziele vergehen.
Der Mitarbeiter verbringt ein Drittel seines Tages und ein Großteil seines Lebens auf der Arbeit, daher spielt das Miteinander eine wichtige Rolle. Das nicht immer Jeder mit Jeden kann, ist klar und die Gründe warum Kollegen nicht miteinander können sind vielleicht Neid, Angst des Arbeitsverlustes, Mißgunst oder das Karma stimmt einfach nicht. Es sollten aber auch nicht extra Barrieren geschaffen werden, die das Bestärken.

Über diese Unzufriedenheit hinaus muss sich jeder selbst fragen, ob er bis zur Rente damit Leben will. Ist ein Ausgleich zum Berufsleben vorhanden? Familie, Sport oder Hobby? Können diese Sachen einen Ausgleich schaffen um den Beruf sein ganzes Leben durchzuhalten. Ist es das Wert oder ist es besser einen Schnitt zu machen und mit etwas Neuem anzufangen. Mit etwas, das einem wirklich Spass macht. Sicherlich ist ein solcher Schritt auch ein großer finanzieller Schritt, aber für das Wohlbefinden doch ein besserer Schritt. Das Umfeld wird es einem danken, wenn ein Mensch gegenüber steht, der selbstbewußter und fröhlicher ist. Ein Mensch der tut, was ihm Spass macht. Auch der neue Arbeitgeber wird es ihm danken. Wenn die Arbeit Spass macht, steckt der Arbeitnehmer seine volle Energie in den Job was sich hinterher auch im Ergebnis wiederspiegelt.

Erkenne frühzeitig ob das was du arbeitest dir schadet und wenn ja handele. Alles was dann kommt kann nur besser werden.

Dann geh doch zu Netto

So klingt der markante Spruch, der uns aus der Werbung hängen geblieben ist. Ein kluger Marketing-Kopf hat da wieder etwas geschaffen, was uns im alltäglichen Leben begegnet, nämlich dorthin zu gehen, wo es einfach günstig ist.

Der Netto in meinem Ort hat etwas geschafft, woran ich und mein Umfeld nicht geglaubt haben: Einen Markt innerhalb von 4 Monaten auf einer Wiese neu zu bauen und auch noch 6 Tage vor Weihnachten zu eröffnen. Sie haben es tatsächlich geschafft in dieser kurzen Zeit und im Zeitplan, Zufahrten, Parkplätze, Inneneinrichtungen, einfach Alles plus einen externen Bäcker pünktlich fertig zu stellen. Warum diese Euphorie?

Nun ja, das Supermarkt sterben findet auch auf dem Land statt. Daher ist es schön, das ein Ort mit fast 1800 Einwohnern nach einem Jahr wieder einen noch besser sortierten Supermarkt beherbergt. Vorher war es ein selbstorganisierter „Dorfladen“ von Bewohnern des Ortes, als Verein gegründet, der entstanden ist, nachdem der Sparsupermarkt im Ortskern geschlossen hat. Der Tante Emma Laden auf dem Land hat eben ausgedient. Viele kaufen in der Stadt bei den „großen“ Märkten ein. Da kann ein kleiner, wenig sortierter Markt nicht mehr mithalten.

Die Frage ist doch auch, brauchen wir z.B. 5 verschieden Arten von Butter im Regal? Genügen nicht auch 2 und wenn dann Regional, wegen der Logistikkosten? Es gibt sicherlich noch genügend Beispiele, wo wir uns die Frage stellen, genügt da nicht weniger? Es ist alles nur zum Profit der Unternehmen, zum Erhalt der Arbeitsplätze, Unterstützung der Aktionäre.

Die neue Kundenschaft des Netto braucht jedenfalls nicht mehr über Land in die Nachbarorte zu den REWE-Märkte fahren, um dort ihren Einkauf zu erledigen. Der Netto-Markt ist relativ gut zu erreichen und es weit und breit kein weiterer in Sicht.

Langfristig muss man sagen hat der Ort jetzt einen Mehrwert und die Gewinner sind klar die Kunden. Den Umsatz teilen sich wohl die Märkte drumherum auf. Zudem ist noch ein Baugebiet um den Markt herum, dass noch erschlossen wird. Da kommen also noch viele Kunden in nächster Zeit hinzu. Wie es in den nächsten Jahren aussieht bleibt abzuwarten, vielleicht wird die Lieferung von Lebensmittel nach Hause alltäglich oder wir nehmen die nur noch in Tabletteform.