Reden wir mal wieder miteinander

Die Erfindung des Smartphones hat unsere Gesellschaft doch maßgeblich verändert. Früher saßen wir noch bei einer Feier nett beisamen. Alle möglichen Gesprächsthemen kamen auf, Witze wurden gemacht, es wurde getanzt oder vielleicht auch mal das ein oder andere Spielchen gemacht. Es wurden sogar die neusten Gerüchte ausgetauscht und alte Geschichten erzählt, die man früher miteinander oder selbst erlebt hat.
Diese Form des Beisammenseins nimmt doch immer weiter ab. Das mobile Internet mit seiner Verfügbarkeit zu jeder Zeit sowie die einfache Bedienbarkeit des Smartphones nehmen uns in manchen Momenten bei einer Party die Langeweile ab.

Zudem sind die Smartphones von Heute schon All-in-One Geräte. Mit ihnen kann mal eben ein Foto gemacht werden oder der Moment als Film festgehalten werden. Das Tolle: Dieser Moment wird sofort mit der ganzen Welt über die sozialen Apps verteilt. Der Moment, die Sekunde ist damit nicht mehr auf die Region bestimmt sondern kann in einer Sekunde um die ganze Welt gehen und eine unglaubliche Verbreitung erlangen.

Es ist schon verwunderlich, wenn die Leute bei einer Party alle halbe Stunde auf ihr Smartphone starren. Die ständige Prüfung ob eine E-Mail oder Social-Media Nachricht eingetroffen ist, kann für Außenstehende schon nervig erscheinen. Bei dieser Vorgehensweise lassen sich mittlerweile schon viele Smartphone-Benutzer ertappen. Die Mehrheit hat sich wenigstens angewöhnt den Signalton für ankommende Anrufe oder Nachrichten ausgestellt. Diese Störung ist damit schon einmal bei einer Party abgestellt. In den Anfängen des Mobiltelefons war das noch Anders. Da gab es nicht eine Veranstaltung bei der nicht ein Klingelton losging. Ist da heute nicht dieses ständige auf das Displayschauen störend? Die Menschen wirken dadurch abweisend oder gelangweilt. Verstecken sie sich hinter der Technik oder ist sie für die Stimmung eine Bereicherung?

Vielleicht sollte unsere Gesellschaft derzeit mal darüber nachdenken die Nutzung von Smartphones in einem bestimmten Zeitraum zu untersagen. Kann die Menschheit das verkraften? Nun ja, sie müsste dann auch auf das Filmen und Fotografieren verzichten. Außerdem wäre es für Jemanden schwierig, der seine Erlebnisse mit seiner weitentfernten Familie teilt, unter Umständen darauf zu verzichten. Zum Briefe schreiben wollen wir auch nicht zurückkehren.

Hinzu kommt die Musik. Das Smartphone hat den CD-Player ersetzt. Musik kommt heute aus der Playlist und wenn vorhanden direkt aus dem Internet. Es bereichert unsere Party. Also können wir gar nicht darauf verzichten?

Letzlich müssen wir uns fragen, ob wir durch das Smartphone nicht ein bisschen Lebensgefühl oder Gemeinschaftsgefühl verlieren. Wir können durch das geschriebene Wort zwar schnell viel übermitteln, aber die Emotionen gehen verloren, da jeder Geschriebenes anders auffasst, als wenn der Gesprächspartner direkt gegenüber sitzt. Mimik und Gestik werden bei einer Nachricht nicht mit übermittelt. Klar, wir könnten auch unsere Emotionen zeigen, wenn wir per Bild telefonieren.
Wir sollten uns auf das mitmenschliche Besinnen und es beibehalten, sonst wird uns die Technik, die Datenbanken, der Code aus einsen und nullen das nehmen.

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